Tabakindustrie - SH - Stadt Flensburg Liste aller im Internet findbaren Fabriken, ehemalige und auch noch
tätige Betriebe. Diese Liste ist nur ein kleiner Ausschnitt sämtlicher Betriebe
und wird laufend aktualisiert. Fehlende Betriebe können auch beim Handelsregister
Register Portalnachgeschlagen werden. Ich bitte um Mithilfe
bei der Vervollständigung der Liste.
Legende
Schrift im Blau - existierende Betriebe Schrift in Gelb - ungesicherte Daten Schrift in Grün - Größe und Umfang der tabakverarbeitenden
Industrie Schrift in Rot - neuer oder aktualisierter Datensatz TaFa - Tabakfabrik (Rauch-,Schnupf- und/oder
Kautabaktabak und/oder Zigarren und/oder Cigaretten oder alles in einem Betrieb) ZiFa - Zigarrenfabrik (ausschließlich Herstellung
von Zigarren, Stumpen etc.) KaFa - Kautabakfabrik (ausschließlich Herstellung
von Kautabak, Priem, Stangen, Rollen etc.) CiFa - Cigarettenfabrik (ausschließlich Herstellung von
Cigaretten) SnuFa/Brafa - Schnupftabakfabrik/Brasiltabakfabrik
(ausschließlich Herstellung von Schnupftabak, Schmalzler etc.) Filialen/Größe der Belegschaft: bis 50 = 1, bis 100 = 2, bis 500
= 3, ab 500 = 4, ist der Versuch die Größe mittels Näherungswerten zu beschreiben Zulief - Zulieferer, Lieferant Handel - (Groß-)Händler, Vertrieb Bland, admin. Einheit - Bundesland oder administrative Einheit exist - Status des Betriebes, ob tätig oder bereits erloschen
Laden/Betrieb
Filialen
Größe
Art
PLZ
Ort
Bland, admin.
Einheit
exist
Land
Franz Lützau
Tabak-, Zigaretten- u. Kautabakfabrik
Zigarren- und Tabakfabrik Franz Adolf Nordhausen, mit
200 Arbeitern
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[...]
1
Zifa / TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabak- und Zigarrenfabrik Fr. Fick
[...]
1
Zifa / TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakfabrik P. Brandt
Q: [click
and jump] (historische Adressbücher)
[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner E. Balling
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[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner H. F. Fremdesen
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[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner J. P. Friedrichsen
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[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner H. O. Fries
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and jump] (historische Adressbücher)
[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinnergeselle F. N. Jensen
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[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner Hans Jensen
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[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner C. F. Jürgensen
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1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner H. C. Koos
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[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner J. J. C. Krohn
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[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner J. G. Schultz
Q: [click
and jump] (historische Adressbücher)
[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner F. Thiele
Q: [click
and jump] (historische Adressbücher)
[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Tabakspinner J. Weidemann
Q: [click
and jump] (historische Adressbücher)
[...]
1
TaFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Cigarrenfabrik H. P. Lohmann
Q: [click
and jump] (historische Adressbücher)
[...]
1
ZiFa
24900
Flensburg
Schleswig-Holstein
nein
Deutschland
Weiterführende Quellen:
-> Google Suche
-> Google Bilder Suche
40 Tabakfabriken in Flensburg, damals noch zu Königreich Dänemark
"...grosse Tabakfabriken finden man in der Hauptstadt (Kopenhagen),
Fredericia, Altona, Flensburg (40), Tondern, Husum..."
"...die Tabakfabriken, besonders zu Kopenhagen, Fredericia und Altona..."
"...Tabakfabriken, jetzt in Aufnahme, zu Altona und Kopenhagen viele, ferner
zu Flensburg, Kiel etc...."
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-> [click and jump]
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Ahnenforscher - Stammtisch Flensburg
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Tabak und Rauchen
Anfang des 19. Jh. war Flensburg ein Schwerpunkt einer sich entwickelnden Tabakindustrie
und hatte 45 Tabakfabriken. Fast die ganze dänische Tabak-Einfuhr wurde in Flensburg
umgeschlagen.
Als Christoph Columbus 1492 Amerika entdeckte, wurde dort schon Tabak geraucht. Tabak
wurde damals geraucht und gekaut. Matrosen fanden Gefallen daran und brachten den Tabak in
südeuropäische Häfen mit. Schnell wurde es zu einem teuren und bedeutenden Handelsgut.
Ende des 16., Anfang des 17. Jh. hatte Tabak den zehnfachen Preis von Pfeffer. London
wurde zu einem führenden Tabakhandelszentrum.
Die Soldaten im 30jährigen Krieg machten den Tabak in ganz Europa bekannt. Geraucht wurde
von Jung und Alt, von Mann und Frau. Offiziell aber galt Tabak als Heilmittel und durfte
nur in Apotheken verkauft werden. Bald aber entdeckten die Regierenden die Möglichkeit
mit dem Tabak Steuern zu erzielen und führten Tabaksteuern ein. Tabakschmuggel, vorbei an
dieser Steuer, wurde streng bestraft. Zum Beginn des Tabakkonsums wurde mehr geschnupft
als geraucht, weil es an Feuer (Streich- hölzer) fehlte. Das Schnupfen wurde vom Adel wie
vom Volk übernommen. Bis ins 17. Jh. hatte Tabak eine Bedeutung als Heilpflanze,
vornehmlich in der Augenheilkunde. Anfang des 18. Jh. verbreitete sich das
Zigarrenrauchen. In Preußen betrachtete man dieses mit Argwohn, denn vor der
Märzrevolution galt dieses als ein Symbol der "Volksverhetzer". In Berlin war
Zigarrenrauchen auf der Straße verboten und galt als Auflehnung gegen die Staatsgewalt.
Arbeiterinnen in der heimischen Zigarrenmanufaktur wickelten Tabakreste in Papier und
boten diese papelitos im 18. Jh. zunächst in Mexiko zum Verkauf an. Von dort kamen sie im
19. Jh. nach Europa und bekamen den Namen Zigarette als Verkleinerungsform von Zigarre.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tabakverarbeitung im Norden war Bredstedt, wo seit 1750 von
Tabakspinnern Tabakblätter zu fünf cm starken Seilen gedreht wurden. Die Raucher
schnitten sich davon die gewünschte Tabakmange ab. Später schnitten die Spinner den
Tabak selbst und lieferten grober oder feiner geschnittenen Rauchtabak für die Pfeifen.
Die Tabakspinner arbeiteten im Handbetrieb in kleinen über Bredstedt verteilten
Werkstätten. Der Verkauf erfolgte über Höker und Kolonialwarenhändler. In der 2.
Hälfte des 19. Jh. konzentrierte sich das alte Gewerbe auf nur noch zwei Betriebe in
Bredstedt. Sie hatten die Priemherstellung begonnen. Nach dem Krieg 1945 setzte ein
lebhafter Anbau von Tabak ein. Bald wurde dieser stark kontrolliert. Pro Raucherkarte
durfte nur eine bestimmte Anzahl Pflanzen angebaut werden. Das Land durfte dem Anbau von
Nahrungspflanzen nicht entzogen werden. Der Zoll kontrollierte sehr streng Anbau und
Ernte. Die Tricks, die Anordnungen zu umgehen waren ebenso vielfältig wie die Methoden
der Verarbeitung der Tabakblätter und sogar der Stengel zu gutem Rauchtabak.
Tabakspinner
Beruf. Er stellte Rollen-, Kautabak und Tabak her.
Erklärung:
Ich sammle vorrangig Informationen zu Betrieben aus Deutschland und dem restlichen
Europa. Ich bin auch an Informationen zu Betrieben aus aller Welt interessiert. Dabei
möchte ich etwas erfahren über die Geschichte, den Werdegang und wirtschaftliche Daten.
Inbesondere möchte ich darstellen welche Betriebe den wirtschaflichen
Konzentrationsprozess überlebten bzw. welche Betriebe durch die Konzentration
übernommen wurden. Diese Angaben sammle ich dann auf der Seite "Steckbriefe" und werden entsprechend dem Erkenntnisstand
aktualisiert. Die Daten der Betriebe werden hier geografisch sortiert von Nord nach Süd
und von West nach Ost.
Ich bin kein Sammler von Dosen, Schachteln und sonstigen Gegenständen
(Sammelobjekten), die die Existenz von ehemaligen Betrieben belegen. Doch die
Informationen, die Sammler von diesen Gegenständen haben wie die Firmendaten, Logos,
Schriftzüge, Embleme, Banderolennummern (die Herstellernummer auf den Steuerzeichen),
Orts- und Zeitangaben sind für mich interessant.
MKR [mf]
Mein kleiner Rauchsalon
von Matthias Flachmann
aus Duisburg
Fragen, Anregungen und
Kontaktaufnahme bitte über das Forum