MKR [mf] - Tabakindustrie - Lungwitz
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Tabakindustrie - Lungwitz
Liste aller im Internet findbaren Fabriken, ehemalige und auch noch tätige Betriebe.
Diese Liste ist nur ein kleiner Ausschnitt sämtlicher Betriebe und wird laufend aktualisiert. Fehlende Betriebe können auch beim Handelsregister Register Portal nachgeschlagen werden. Ich bitte um Mithilfe bei der Vervollständigung der Liste.

Legende

Schrift im Blau - existierende Betriebe
Schrift in Gelb - ungesicherte Daten

Schrift in Grün - Größe und Umfang der tabakverarbeitenden Industrie
Schrift in Rot - neuer oder aktualisierter Datensatz
TaFa - Tabakfabrik (Rauch-,Schnupf- und/oder Kautabaktabak und/oder Zigarren und/oder Cigaretten oder alles in einem Betrieb)
ZiFa - Zigarrenfabrik (ausschließlich Herstellung von Zigarren, Stumpen etc.)
KaFa - Kautabakfabrik (ausschließlich Herstellung von Kautabak, Priem, Stangen, Rollen etc.)
CiFa - Cigarettenfabrik (ausschließlich Herstellung von Cigaretten)
SnuFa/Brafa - Schnupftabakfabrik/Brasiltabakfabrik (ausschließlich Herstellung von Schnupftabak, Schmalzler etc.)
Filialen/Größe der Belegschaft: bis 50 = 1, bis 100 = 2, bis 500 = 3, ab 500 = 4, ist der Versuch die Größe mittels Näherungswerten zu beschreiben
Zulief - Zulieferer, Lieferant
Handel - (Groß-)Händler, Vertrieb
Bland, admin. Einheit - Bundesland oder administrative Einheit
exist - Status des Betriebes, ob tätig oder bereits erloschen
 

Laden/Betrieb

Filialen

Größe

Art

PLZ

Ort

Bland, admin. Einheit

exist

Land

7) Zigarrenfabrik Lungwitz & Schönfeld, gegr. 1885, danach...

ja

2

Zifa

09600

Frankenberg

Sachsen

nein

Deutschland

8) Zigarrenfabrik William Schönfeld, seit 1894

ja

2

Zifa

09600

Frankenberg

Sachsen

nein

Deutschland

9) Zigarrenfabrik Paul Lungwitz, seit 1894, danach...
-> Frankenberg in alten Ansichten
-> [Click and Jump]

ja

2

Zifa

09600

Frankenberg

Sachsen

nein

Deutschland

10) Zigarrenfabrik "Pauluna" Paul Lungwitz Nachf., Inh. Ernst Nendel, seit 1904 (war annnähernd so groß wie Buchheim & Richter), 1925 Kauf der ZiFa William Schönfeld
-> Frankenberg in alten Ansichten
-> [Click and Jump]

ja

2

Zifa

09600

Frankenberg

Sachsen

nein

Deutschland

Zigarrenfabrik Paul Lungwitz Nachf. KG

ja

2

ZiFa

69254

Malsch bei Heidelberg

Baden-Württemberg

nein

Deutschland

Weiterführende Quellen:
-> Google Suche
-> Google Bilder Suche

Zigarrenindustrie in Frankenberg/Sachsen
-> http://187469.homepagemodules.de/t41f4-Zigarrenfabriken-Marken-in-Frankenberg-Sa.html

Lungwitz in Malsch bei Heidelberg - Brasil Trüllerie
-> http://www.tabak-brucker.de/cms/kategorie/index.php?cms=1&kategorieid=32

Lungwitz in Malsch bei Heidelberg - Brasil Trüllerie
-> https://www.maxi-schuster.de/brazil-truellerie-29.html

Lungwitz in Malsch bei Heidelberg
-> https://www.archivportal-d.de/item/2OSOBK72BZCAKPCH2S6SAHP2IKXPSECJ

Tabak Trennt - Geschäftskunden, u.a. Paul Lungwitz
-> https://www.tabactrennt.de/webseite/chronik-1870-1995/

-> De sigarenfabriek van Isay Rottenberg:
de verborgen geschiedenis van een joodse Amsterdammer in Nazi-Duitsland


De sigarenfabriek van Isay Rottenberg:
de verborgen geschiedenis van een joodse Amsterdammer in Nazi-Duitsland
-> https://books.google.de/books?id=dUc4DwAAQBAJ&dq=%22paul+lungwitz%22+shop&hl=de&source=gbs_navlinks_s

24.04.2015
Schicksale und Zigarren
Hella und Sandra Rottenberg sind auf den Spuren ihres jüdischen Großvaters. Der verlor in Döbeln eine Zigarrenfabrik.
-> https://www.saechsische.de/plus/schicksale-und-zigarren-3089213.html
Von Jens Hoyer
Geschichte kann sehr aktuell sein. Die Döbelner Heimatfreunde saßen gestern im Stadtarchiv mit zwei Frauen zusammen, die sich brennend für ein Kapitel der Döbelner Geschichte interessierten. Die Cousinen Hella und Sandra Rottenberg aus Holland sind auf den Spuren ihres Großvaters Isay Rottenberg in Sachsen unterwegs. Durch Zufall waren sie darauf gestoßen, dass ihr Großvater eine Zigarrenfabrik in Döbeln besaß. „Er hat nie darüber gesprochen“, sagte Hella Rottenberg. Vielleicht, weil die späteren tragischen Ereignisse alles andere überlagerten. Isay Rottenberg war Jude. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Holland im Zweiten Weltkrieg konnte er fliehen. Viele Familienangehörige wurden in den Vernichtungslagern ermordet.

Durch einen Artikel in einer jüdischen Wochenzeitung über die Claims Conference und ihr Entschädigungsprogramm für verloren gegangenen jüdischen Besitz waren die Cousinen, beide sind Journalistinnen, auf die Deutsche Zigarrenwerke AG gestoßen. 1932 hatte Isay Rottenberg die Aktienmehrheit der Firma an der Industriestraße übernommen und war als Direktor in den Betrieb eingestiegen.
Besonders ergiebig war die Recherchen im Archiv des ehemaligen Reichsfinanzministeriums in Berlin, sagte Hella Rottenberg. Dort ist Korrespondenz erhalten, die sich vor allem um einen Fakt dreht: Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 wurde die Zigarrenproduktion wieder komplett auf Handarbeit umgestellt, um die Leute in der Wirtschaftskrise in Arbeit zu bringen. Das ging aber in Rottenbergs Fabrik nicht, die mit modernen amerikanischen Maschinen ausgestattet war und jährlich bis zu 62 Millionen Zigarren produzierte. Rottenberg konnte die Umstellung der Produktion, nicht zuletzt mit Unterstützung der Stadtverwaltung, aber abwenden.
Die Konkurrenz protestierte ob der vermeintlichen Bevorzugung des „ausländischen Juden“. Nach der „Machtergreifung“ hatte wohl auch die SA kurzzeitig die Fabrik besetzt. Die wirklichen Schikanen begannen erst 1935. Mit offenbar konstruierten Ansprüchen ging die Deutsche Bank gegen Rottenberg vor. Der vorherige Besitzer der Fabrik, die Krenter Zigarren-Werke, waren pleite gegangen. Die Bank brachte Rottenberg mit Krenter in Verbindung und wollte ihm die Schulden aufdrücken. Unter Druck – er wurde mit Verhaftung und einer Zivilklage bedroht – verpfändete Rottenberg die Aktien seiner Firma an die Bank, erzählte seine Enkelin. Offenbar war er in dem Glauben, bei einem Gerichtsverfahren Recht zu bekommen. Einen Tag vor dem Verfahren sei er dann verhaftet worden. „Es kam noch eine Devisensache dazu. Wir wissen nicht, wie es weitergegangen ist. 1938 ist er zurück nach Holland.“
Die Deutsche Bank hat die Aktien eilig zu Geld gemacht. Nachfolger wurde die Firma August Blase. Aber noch in den 50er Jahren firmierte der Betrieb, der unter anderem die bekannte Zigarrenmarke „Jagdkammer“ herstellte, unter dem Namen Deutsche Zigarren-Werke AG, sagte Heimatfreund Jürgen Dettmer. Als die Herstellung von Zigarren 1981 eingestellt wurde, hieß die Firma allerdings VEB Döbelner Zigarrenfabrik. Danach wurde sie zum VEB Süßwarenfabrik und nach der Wende zur Süßwarenmanufaktur.
Im Döbelner Stadtarchiv haben die Cousinen noch einiges zur Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Rottenberg gefunden. Die Stadt hatte ihn nach der Übernahme mit günstiger Miete und Steuererleichterung unterstützt.
Die beiden Holländerinnen interessierten sich auch für den Umgang mit der Geschichte in der ehemaligen DDR. Die Heimatfreunde erzählten den Journalistinnen, in welchen ideologischen Schranken sich die Heimatforschung bewegte. Die Zeit des Nationalsozialismus wurde einseitig betrachtet – nämlich aus dem Blickwinkel der Kommunisten als die eigentlichen Antifaschisten. Das Schicksal der Juden spielte eine untergeordnete Rolle.
Neben der AG Geschichte des Vereins Treibhaus beschäftigt sich das Lessing-Gymnasium mit dem Thema Verfolgung der Juden. In den 90er Jahren hatte Schulleiter Michael Höhme ein Projekt zur Geschichte des Judentums initiiert, das bei den Schülern bis heute gut ankommt. Gestern zeigte Höhme den beiden Holländerinnen die Ausstellung zu der jüdischen Familie Glasberg im Stadtmuseum.
Bei den Gesprächen hielt Sandra Rottenberg ihren Gesprächspartnern allenthalben ein Mikrofon unter die Nase. Die beiden Journalistinnen verbinden die Recherchen zur Familiengeschichte mit einer Reportage fürs Radio. Und die Familie hat Ansprüche auf Entschädigung angemeldet. „Aber das wird lange dauern und es wird nicht viel dabei herauskommen. Die Recherchen sind viel spannender“, meint Hella Rottenberg.



29. April 2015
Besuch aus Amsterdam
AG Geschichte unterstützt niederländische Journalistinnen bei ihrer Recherche in Döbeln

-> http://www.doebeln-im-ns.de/news/items/besuch-aus-amsterdam.html
Vom 21. bis 25. April waren Hella und Sandra Rottenberg, zwei Journalistinnen aus Amsterdam, in Döbeln zu Gast. Über eine Anfrage beim Döbelner Stadtarchiv nahmen sie Kontakt zur AG Geschichte auf. Die beiden Frauen recherchieren schon seit Längerem über ihren Großvater Isay Rottenberg, der als Jude zwischen 1932 und 1935 die Deutschen Zigarrenwerke AG Döbeln leitete.
Neben einem historischen Stadtrundgang besuchten Hella und Sandra Rottenberg das Döbelner Stadtarchiv, kamen mit den Döbelner Heimatfreunden ins Gespräch, schauten sich gemeinsam mit Michael Höhme die Ausstellung „Zum Beispiel die Glasbergs“ über eine Döbelner jüdische Familie an und interviewten Mitglieder der AG Geschichte über ihre Arbeit. Auch sammelten sie Eindrücke der aktuellen Geschehnisse in Roßwein. Dort treffen sich regelmäßig Asylgegner, um unter dem Titel „Roßwein wehrt sich. Nein zum Wohnheim“ gegen eine Asylunterkunft in der Kleinstadt zu protestieren. Die beiden Journalistinnen unterhielten sich mit einigen der Protestierenden, machten sich aber auch ein umfassendes Bild der Gegenbewegung „Roßwein freut sich: Endlich nehmen wir Asylbewerber auf“. Sowohl die historischen Ereignisse rund um ihren Großvater als auch aktuelle politische Entwicklungen in der Region werden als e-Book und Radiobeitrag in den Niederlanden veröffentlicht.
Die AG Geschichte bedankt sich für die gute Zusammenarbeit, freut sich auf die Ergebnisse der Recherche und ist gerne bereit, Projekte dieser Art zu unterstützen.



01.02.2018
Geschichte von Tod und Vertreibung
Die AG Geschichte des Vereins Treibhaus hat zum Schicksal jüdischer Familien geforscht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
-> https://www.saechsische.de/geschichte-von-tod-und-vertreibung-3871627.html
Im Mildensteiner Erzähler veröffentlichten Siegfried Risse und Renate Bauche 2004 eine Serie über die Juden in Leisnig. Hella und Sandra Rottenberg, zwei niederländische Journalistinnen, waren auf die Spuren ihres Großvaters Isay Rottenberg gegangen, der in Döbeln auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise 1931 eine Fabrik mit modernen amerikanischen Maschinen eröffnete. Die Konkurrenz versuchte nach 1933, Rottenberg auszuschalten. „Erstaunlich ist, dass sich die Stadt auf die Seite von Rottenberg geschlagen hat. Sie hatte großes Interesse an den Arbeitsplätzen“, sagte Stephan Conrad. Rottenberg beschäftigte über 600 Leute.
Erklärung:
Ich sammle vorrangig  Informationen zu Betrieben aus Deutschland und dem restlichen Europa. Ich bin auch an Informationen zu Betrieben aus aller Welt interessiert. Dabei möchte ich etwas erfahren über die Geschichte, den Werdegang und wirtschaftliche Daten. Inbesondere möchte ich darstellen welche Betriebe den wirtschaflichen Konzentrationsprozess überlebten bzw. welche  Betriebe durch die Konzentration übernommen wurden. Diese Angaben sammle ich dann auf der Seite "Steckbriefe" und werden entsprechend dem Erkenntnisstand aktualisiert. Die Daten der Betriebe werden hier geografisch sortiert von Nord nach Süd und von West nach Ost.


Ich bin kein Sammler von Dosen, Schachteln und sonstigen Gegenständen (Sammelobjekten), die die Existenz von ehemaligen Betrieben belegen. Doch die Informationen, die Sammler von diesen Gegenständen haben wie die Firmendaten, Logos, Schriftzüge, Embleme, Banderolennummern (die Herstellernummer auf den Steuerzeichen), Orts- und Zeitangaben sind für mich interessant.
MKR [mf]
Mein kleiner Rauchsalon
von Matthias Flachmann
aus Duisburg
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